Die Harnblase ist ein muskulöses Hohlorgan, das im kleinen Becken, unmittelbar unter dem Schambein, liegt. Sie ist für die Zwischenspeicherung des Urins und die anschließende Entleerung über die Harnröhre zuständig. Harndrang kommt täglich etwa 4-6-mal vor. Oft reicht jedoch schon ein sommerlicher Ausflug an den Badesee, um die Blase zu schwächen oder sie zu entzünden.
Aufbau der Harnblase
Die Harnblase liegt im unteren Teil der Bauchhöhle, auf dem Beckenboden. Bei Frauen sitzt sie vor der Gebärmutter, bei Männern grenzt sie an den Enddarm an.
Die Außenschicht der Blase besteht aus glatter Muskulatur. Im Inneren schützt eine Schleimwand gegen den Harn. Dort wird der aus den Nieren kommende Urin zwischengelagert.
Die Nieren sind über sogenannte Harnleiter mit dem hinteren Bereich der Blase verbunden. Sie geben kontinuierlich Urin ab und füllen die Blase.
Im unteren Bereich liegt die Harnröhre, über die die Blase entleert werden kann. In der Harnröhrenmündung liegen die inneren und äußeren Schließmuskeln. Letztere können vom Menschen bewusst gesteuert werden. Dehnungsrezeptoren in der Blasenwand melden den Füllstand ans Gehirn. Ist die Blase etwa zur Hälfte gefüllt, verspüren wir den Drang, zur Toilette zu gehen. Füllt sie sich weiter, wächst auch der Drang.
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Funktionen einer gesunden Blase
Als Bestandteil des Harntrakts speichert die Blase bis zu 800 ml Urin. Dieser wird von den Nieren, die vorab das Blut von Giftstoffen und Stoffwechselprodukten reinigen, dorthin geleitet. Bei einer gesunden Blasenfunktion wird der Urin von Zeit zu Zeit kontrolliert abgegeben. In der Zeit zwischen den Entleerungen ist die gesunde Harnblase fest verschlossen.
Übersteigt die Menge an Harn das Fassungsvermögen unserer Blase, kann es zu einer unwillkürlichen Öffnung der Schließmuskeln kommen.
Der Harndrang setzt bei Erwachsenen in der Regel ab einer Füllmenge von 200 bis 500 Millilitern ein. Ab hier verspüren wir den dringenden Wunsch, auf Toilette zu gehen.
Im Alltag leistet unsere Blase daher Schwerstarbeit. Dementsprechend problematisch kann eine Funktionsstörung für unseren Körper sein. Langwierige Folgen wie eine Reizblase oder Prostata-Beschwerden sollten daher unbedingt vermieden werden.
Mit bestimmten Verhaltensweisen und der Unterstützung natürlicher Hilfsmittel können Sie die Blasenfunktion schonend stärken und einer Infektion wirkungsvoll vorbeugen.
Blasengesundheit stärken: Unsere Tipps
Eine gesunde Blase bedeutet für den Alltag ein wichtiges Stück Lebensqualität, mit einer geschwächten Blase geht diese allerdings schnell verloren. Wir haben daher die besten Mittel zur Erhaltung der Blasengesundheit für Sie zusammengetragen.
9 Tipps für eine gesunde Blase
- Vermeiden Sie Unterkühlung. Halten Sie sich immer ausreichend warm, vor allem die Nieren-Blasen-Region und die Füße.
- Wir empfehlen, nasse Kleidung schnellstmöglich zu wechseln.
- Meiden Sie Stress, so gut es geht.
- Stärken Sie Ihr Abwehrsystem mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung, reich an Vitamin C.
- Gehen Sie regelmäßig auf die Toilette und entleeren Sie Ihre Blase. Zu langes Halten des Harns ist nicht gesund.
- Achten Sie auf eine regelmäßige Pflege Ihres Intimbereichs. Die Pflege und Reinigung sollte dabei zum pH-Wert der Haut passen und den Säureschutzmantel nicht angreifen.
- Wechseln Sie täglich Ihre Unterwäsche. Baumwollunterwäsche eignet sich am besten, da sie im Gegensatz zu Synthetikgewebe weniger stark Gerüche annimmt und ein angenehmes Tragegefühl hinterlässt.
- Ein Tipp an alle Frauen: Das Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr hilft ebenfalls, eventuell eingedrungene Bakterien wieder auszuspülen.
- Auch eine überlegte Auswahl und Zufuhr von bestimmten Nährstoffen kann die Blasengesundheit sanft und wirksam stärken.
Natürliche Mittel zur Stärkung der Blase
Es gibt eine Vielzahl natürlicher Produkte, mit denen die Blasengesundheit gestärkt und gezielt gefördert werden kann. Dazu gehören beispielsweise nährstoffreiche Beeren, deren wertvolle und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe dazu geeignet sind, die Tätigkeit der Blase positiv zu beeinflussen.
Beeren und Trauben
Die rote Cranberry-Frucht aus Nordamerika, eine enge Verwandte unserer heimischen Preiselbeere, ist bekannt für ihre positive Wirkung auf die Blasengesundheit. Das wussten schon die alten Indianer.
Diese Wirkung ist vor allem auf die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe Proanthocyanidine (PAC) zurückzuführen. Sie wirken stark antibakteriell und besitzen die Fähigkeit, Bakterien zu binden, damit diese sich nicht an der Blaseninnenwand festheften können. So können diese beim Wasserlassen problemlos aus dem Körper geschwemmt werden.
Auch die heimischen Blaubeeren enthalten einen hohen Anteil an Proanthocyanidinen, die unmittelbar zur Stärkung der Blase beitragen.
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Die Bärentraube enthält zu sieben bis zwölf Prozent Phenolglykoside, vor allem den Pflanzeninhaltsstoff Arbutin, der Blasenleiden besonders effektiv bekämpft. Daneben stecken reichlich Gerbstoffe vom Gallotannin-Typ sowie Flavonoide in den Blättern.
Die Wirkstoffe lindern Unterleibsschmerzen, häufigen Harndrang und das Brennen beim Wasserlassen.
Vitamine und Methionin
Auch Vitamine stärken die Blasengesundheit und sind damit echte Alleskönner.
Vitamin C spornt das körpereigene Abwehrsystem an und ist damit auch für eine gesunde Blase wichtig. Vitamin C sorgt außerdem für einen gesunden Energiestoffwechsel und bewahrt die Zellen vor oxidativem Stress.
Vitamin B2 – auch als Riboflavin bekannt – unterstützt den Erhalt gesunder Schleimhäute, auch in der Blase.
Die Aminosäure L-Methionin säuert den Harn an, wodurch das Wachstum von Bakterien gehemmt wird. L-Methionin kommt in fast allen proteinreichen Lebensmitteln vor, darunter in Kichererbsen, Erdnüssen, Lachs und Hühnerfleisch.
Bestimmte Zuckerformen
D-Mannose hilft, Harnwegsinfektionen zu stoppen und dauerhaft zu verhindern. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom „natürlichen Antibiotikum“ – ganz ohne Nebenwirkungen. Dies geschieht, indem D-Mannose die Innenwände der Blase auskleidet, damit Bakterien und Keime erst gar keine Chance haben, sich dort anzuheften.
Mehrfachzucker wie Xyloglucan können verhindern, dass sich Bakterien an die Blasenschleimhaut heften, und sind damit ebenfalls empfehlenswert bei Blasenproblemen.
Samen und Kräuter
Zuletzt kann die Blasengesundheit mithilfe von Kräutern oder Samen bestimmter Pflanzen gestärkt werden.
Am bekanntesten unter ihnen ist sicher Petersiliensaft, der die Funktion von Nieren und Blase fördert.
Daneben besitzt Kürbissamenextrakt Eigenschaften, von denen die Harnblase profitieren kann. Dies liegt an seinen wertvollen Inhaltsstoffen wie Phytosterinen, Linolsäure und Vitamin E. Kürbiskerne sind ein traditionelles Heilmittel zum Erhalt einer gesunden Blasenfunktion.
Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der Blase und Harnwege hat sich die Echte Goldrute (Solidago virgaurea) in der Volksmedizin bereits seit Jahrhunderten bewährt.
Rosmarin, Tausendgüldenkraut und Liebstöckel unterstützen ebenfalls die Blasengesundheit.
Beim Reizblasen-Syndrom schafft Löwenzahn Abhilfe: Die Pflanze entfaltet eine diuretische Wirkung, die dem Syndrom entgegenwirkt.
Häufig gestellte Fragen zur Blasengesundheit
Wie halte ich meine Blase gesund?
Für eine gesunde Funktion der Blase ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit unerlässlich. Vermeiden Sie nasse Kleidung, Stress und Unterkühlung. Daneben wirken sich auch eine gesunde Ernährung und regelmäßiges Wasserlassen positiv auf die Blasengesundheit aus.
Was ist die Funktion der Harnblase?
Die Blase speichert bis zu 800 ml Urin. Dieser wird von den Nieren dorthin geleitet. Bei einer gesunden Blasenfunktion wird der Urin von Zeit zu Zeit kontrolliert abgegeben.
Was hält die Blase gesund?
Eine Vielzahl natürlicher Produkte können die Blasengesundheit stärken und fördern. Dazu gehören Cranberry, Blaubeeren, Vitamin C und B2, D-Mannose sowie Löwenzahn.