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Konzentrationsschwäche: Ursachen, Symptome und die richtigen Nährstoffe für mehr Denkleistung

Konzentrationsschwäche: Denkleistung durch Ernährung stärken

Fühlen, Denken und Sich-Erinnern, Wachen und Schlafen oder die Koordination unserer Körperbewegungen – für diese und einige andere Funktionen unseres Körpers ist unser Gehirn zuständig. Damit dieses Wunder der Evolution mit Milliarden von Nervenzellen seine anspruchsvollen Aufgaben erfüllen kann, hat es einen Bedarf an besonders wertvollen Nährstoffen. 

Das Wichtigste in Kürze 

Konzentrationsschwäche auf einen Blick 

Was ist das? Eine dauerhafte, anhaltende Verminderung der Konzentrationsfähigkeit – im Unterschied zur kurzfristigen Konzentrationsstörung. 

Häufige Ursachen? Stress, Schlafmangel, Nährstoffmängel (Eisen, B-Vitamine, Omega-3), aber auch Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion, Depressionen oder ADHS. 

Wer ist betroffen? Kinder (häufig ADHS/Reizüberflutung), Erwachsene (häufig Stress/Nährstoffmangel) und ältere Menschen (häufig Durchblutung). 

Was hilft? Ausreichend B-Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, Eisen und Lecithin sowie Schlaf, Bewegung und bewusste Pausen. 

Wichtiger Hinweis: Anhaltende Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden, da sich dahinter auch ernsthafte Erkrankungen verbergen können.

Die 5 wichtigsten Fakten zu Konzentrationsschwäche 

  • Ernährung spielt eine bedeutende Rolle bei der Konzentrationsfähigkeit – eine langfristige Unterversorgung an Vitalstoffen kann zu Konzentrationsschwäche führen. 
  • Eisenmangel zählt zu den häufigsten Ursachen und ist zugleich eine der am einfachsten behandelbaren – ein Blutbild schafft schnell Klarheit. 
  • Hinter Konzentrationsschwäche können ernste Erkrankungen stecken wie Schilddrüsenunterfunktion, Depressionen oder Demenz. Anhaltende Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden. 
  • B-Vitamine und Omega-3-Fettsäuren sind für die normale Funktion des Nervensystems und die Gehirnleistung essenziell. 
  • Kinder, Erwachsene und ältere Menschen sind jeweils von unterschiedlichen Ursachen betroffen – die Behandlung sollte entsprechend individuell erfolgen. 

Begriffserklärung: Konzentrationsschwäche vs. Konzentrationsstörung 

Es braucht Ruhe und gute Bedingungen, um sich richtig konzentrieren zu können. Man muss in der Lage sein, sich nur auf eine bestimmte Tätigkeit zu fokussieren und die restliche Umwelt auszublenden. 

Der Unterschied zwischen einer Konzentrationsstörung und einer Konzentrationsschwäche ist vielen nicht bewusst. Bei einer Konzentrationsstörung ist man nur kurzzeitig abgelenkt: Die Aufmerksamkeit schweift von der eigentlichen Aktivität kurz ab, man ist mit den Gedanken woanders. Eine Konzentrationsschwäche dagegen ist eine dauerhafte Verminderung der Konzentration durch einen Leistungsabfall.

Ursachen für Konzentrationsschwäche 

Vergesslichkeit verstärkt sich mit zunehmendem Alter, kann aber auch schon in jungen Jahren auftreten. Die ersten Anzeichen für eine Störung der normalen Gehirnfunktion äußern sich sehr unterschiedlich: angefangen bei häufigem Wechsel von einer Aktivität zu einer anderen bis zum schnellen Abbruch einer Tätigkeit. Die betroffene Person ist sehr leicht abgelenkt, die Gedanken schweifen fast automatisch ab. Diese Anzeichen wirken für viele recht alltäglich und scheinen daher harmlos. Häufig können jedoch auch schwerwiegendere Ursachen hinter den Gedächtnisschwächen stecken.

Die Ursachen können körperlicher und psychischer Natur sein. Auslöser können unter anderem sein: 

  • Angst- oder Schlafstörungen 
  • ADHS 
  • Niedriger Blutdruck 
  • Burnout-Syndrom 
  • Schilddrüsenunterfunktion 
  • Durchblutungsstörungen im Gehirn 
  • Demenz 
  • Hirntumoren 
  • Eisenmangel zählt zu den häufigsten und zugleich am einfachsten behandelbaren Ursachen von Konzentrationsproblemen. Ein niedriger Ferritinwert kann auf leere Eisenspeicher hinweisen und mit Müdigkeit sowie einer verminderten kognitiven Leistungsfähigkeit einhergehen.¹
  • Magnesium- oder ZinkmangelBeide Spurenelemente sind an der Reizweiterleitung im Nervensystem beteiligt. 

Was ist Ferritin? 

Was ist Ferritin? 

Ferritin ist ein Eiweiß, das Eisen im Körper speichert. Der Ferritinwert im Blut zeigt an, wie gut die körpereigenen Eisenspeicher gefüllt sind, und ist der zuverlässigste Laborwert zur Feststellung eines Eisenmangels. 

Konzentrationsschwäche bei Kindern 

Bei Kindern zeigt sich eine Konzentrationsschwäche häufig durch schnelles Abschweifen bei Hausaufgaben, Unruhe im Unterricht oder Schwierigkeiten, eine Aufgabe zu Ende zu bringen. Neben ADHS können auch eine Reizüberflutung durch Bildschirmzeit, unregelmäßiger Schlaf oder ein einseitiges Ernährungsverhalten eine Rolle spielen. Bei anhaltenden Auffälligkeiten empfiehlt sich eine kinderärztliche Abklärung, um behandelbare Ursachen wie Seh- oder Hörschwächen auszuschließen.

Konzentrationsschwäche im Alter 

Bei älteren Erwachsenen steht häufig eine verminderte Durchblutung des Gehirns im Vordergrund, etwa im Rahmen von Arteriosklerose. Auch neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz können sich zunächst durch Konzentrations- und Gedächtnisprobleme bemerkbar machen. Eine gezielte Nährstoffversorgung – insbesondere mit Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen und Ginkgo – kann hier unterstützend wirken, ersetzt jedoch keine ärztliche Abklärung.

Insgesamt wird die Denkleistung durch mehrere Faktoren beeinflusst, darunter Ernährung, Schlaf, Bewegung und die alltägliche Umgebung. Die Therapie von Konzentrationsstörungen richtet sich nach der Ursache. Im Vordergrund stehen dabei Anpassungen des Lebensstils sowie die gezielte Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen. Dies sollte stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

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Die richtigen Nährstoffe zur Verbesserung der Gehirnleistung

Hochwertige Nährstoffe sind essenziell für die richtige Versorgung des Gehirns. Die wichtigsten Vitalstoffe sind: 

  • Omega-3-Fettsäuren 
  • Eisen: notwendig für den Sauerstofftransport zum Gehirn; ein Mangel zählt zu den häufigsten behandelbaren Ursachen von Konzentrationsschwäche.
  • Magnesium und Zink: unterstützen die Reizweiterleitung im Nervensystem und die normale psychische Funktion. 

Lecithin liefert Phospholipide, die natürlicherweise Bestandteil der Zellmembranen sind und unter anderem im Nervengewebe vorkommen.² Ginkgo biloba enthält Flavonoide und Terpenlactone, die in experimentellen Studien antioxidative und gefäßbezogene Eigenschaften zeigen. Kombinationsstudien mit Ginkgo-biloba-Präparaten liefern Hinweise auf mögliche positive Effekte auf kognitive Funktionen bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen.³

Auch Ginseng wird seit Langem hinsichtlich seiner möglichen Auswirkungen auf die geistige Leistungsfähigkeit untersucht. Einige Studien weisen auf kurzfristige Verbesserungen von Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis hin. Weitere Studien sind notwendig.⁴ Für Astaxanthin, ein Carotinoid aus Mikroalgen, gibt es Hinweise auf antioxidative Eigenschaften und mögliche positive Effekte auf die kognitive Gesundheit.⁵ 

Richtige Nährstoffe zur Verbesserung der Gehirnleistung

Vitamine der B-Gruppe übernehmen wichtige Aufgaben im Energiestoffwechsel und bei zahlreichen biochemischen Prozessen des Körpers. Vitamin B12 trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems sowie zu einer normalen psychischen Funktion bei und trägt außerdem zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.⁶ Niacin trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einer normalen psychischen Funktion sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.⁶

Omega-3-Fettsäuren sind lebenswichtige mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst in ausreichender Menge herstellen kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. Die Omega-3-Fettsäure DHA trägt bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei.⁶ Algenöl stellt eine pflanzliche Quelle für DHA dar. 

Was können Sie zusätzlich zur Ernährung tun? 

Neben der Nährstoffversorgung unterstützen folgende Gewohnheiten die Konzentrationsfähigkeit: 

  • Ausreichend Schlaf: Chronischer Schlafmangel ist eine der häufigsten Ursachen vorübergehender Konzentrationsstörungen. 
  • Regelmäßige Bewegung: Fördert die Durchblutung des Gehirns und damit die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung. 
  • Bewusste Pausen: Kurze Unterbrechungen alle 60–90 Minuten helfen, die Aufmerksamkeitsspanne zu erhalten. 
  • Reizreduktion: Weniger parallele Mediennutzung entlastet das Arbeitsgedächtnis. 

Häufige Fragen zu Konzentrationsschwäche

Was sind Ursachen für Konzentrationsschwäche?

Die Denkleistung wird durch Faktoren wie Ernährung, Schlaf und Bewegung beeinflusst. Die Ursachen können jedoch tiefer gehen: Auch Angststörungen, ADHS, ein niedriger Blutdruck, Nährstoffmängel oder Demenz sind denkbar. 

Wie macht sich Konzentrationsschwäche bemerkbar?

Typisch sind ein häufiger Wechsel von einer Aktivität zu einer anderen oder ein schneller Abbruch einer Tätigkeit. Betroffene sind sehr leicht abgelenkt, die Gedanken schweifen fast automatisch ab.

Was hilft gegen eine schlechte Konzentrationsfähgikeit?

Um die Hirnleistung zu unterstützen, sind hochwertige Nährstoffe essenziell. Lebensmittel mit B-Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren, Eisen oder Lecithin können helfen, die Konzentrationsfähigkeit wieder zu erhöhen. Ergänzend unterstützen ausreichend Schlaf, Bewegung und bewusste Pausen.

Welcher Nährstoffmangel löst am häufigsten Konzentrationsschwäche aus?

Am häufigsten stehen Eisen-, Vitamin-B12- und Omega-3-Mangel im Zusammenhang mit Konzentrationsproblemen. Ein Bluttest beim Arzt kann Klarheit über einen möglichen Mangel schaffen.

Wann sollte ich mit Konzentrationsschwäche zum Arzt gehen? 

Wenn die Konzentrationsprobleme über mehrere Wochen anhalten, sich verschlimmern oder mit weiteren Symptomen wie starker Müdigkeit, Stimmungsschwankungen oder Gedächtnisverlust einhergehen, sollte dies ärztlich abgeklärt werden, um ernstere Ursachen auszuschließen.

Ist Konzentrationsschwäche bei Kindern normal? 

Gelegentliche Konzentrationsschwierigkeiten sind bei Kindern normal. Halten sie jedoch über einen längeren Zeitraum an und beeinträchtigen den Schulalltag deutlich, sollte eine kinderärztliche Abklärung erfolgen, um Ursachen wie ADHS oder Wahrnehmungsstörungen auszuschließen.

Kann Konzentrationsschwäche wieder verschwinden?

Ja – insbesondere wenn die Ursache behandelbar ist, etwa ein Nährstoffmangel oder Schlafmangel. Nach Behebung der Ursache und einer Anpassung des Lebensstils bildet sich die Konzentrationsschwäche in vielen Fällen zurück.

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Referenzen
  1. Falkingham M, Abdelhamid A, Curtis P, Fairweather-Tait S, Dye L, Hooper L. The effects of oral iron supplementation on cognition in older children and adults: a systematic review and meta-analysis. Nutr J. 2010;9:4. doi:10.1186/1475-2891-9-4.
  2. Zeisel SH. Dietary choline: biochemistry, physiology, and pharmacology. Annu Rev Nutr. 1981;1:95–121. doi:10.1146/annurev.nu.01.070181.000523.
  3. Li D, Ma J, Wei B, Gao S, Lang Y, Wan X. Effectiveness and safety of Ginkgo biloba preparations in the treatment of Alzheimer’s disease: A systematic review and meta-analysis. Front Aging Neurosci. 2023;15:1124710. doi:10.3389/fnagi.2023.1124710.
  4. Geng J, Dong J, Ni H, et al. Ginseng for cognition. Cochrane Database Syst Rev. 2010;(12):CD007769. doi:10.1002/14651858.CD007769.pub2.
  5. Ito N, Saito H, Seki S, et al. Effects of astaxanthin on cognitive function: a systematic review of randomized controlled trials. Nutrients. 2023;15(3):574. doi:10.3390/nu15030574.
  6. Zulässige gesundheitsbezogene Aussage im Sinne der Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 (Health-Claims-VO/EFSA).

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2 Kommentare

  1. Gudrun Hoffmann über

    Guten Abend, Ich leide an Parkinson – nehme Fermentura Ginseng , täglich eine Kapsel am Morgen. Ich meine, dass das Präparat mir gut tut, habe aber massive Schlafprobleme. Für die Parkinson- Erkrankung nehme ich verschiedene Dopamin-Präparate.
    Kann das Ginseng meine Wachheit verstärken?

    • Erika von AuraNatura®

      Ginseng ist bekannt dafür, dass es die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessern kann, indem es den Stoffwechsel und den Energiehaushalt anregt. Es kann auch stimulierende Eigenschaften haben und das Nervensystem stimulieren, was zu einer verstärkten Energie führen kann. Bei Schlafproblemen können Sie beispielsweise auf folgende pflanzlichen Stoffe vertrauen: Baldrian, Eisenkraut, Kamille oder auch Ashwagandha.

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